Erfindungen, die es schon gibt

Die bittere Erkenntnis schlägt immer und überall zu. Auch im Zusammenhang mit Süßem soll sie schon beobachtet worden sein. Wie etwa damals, als ein Genießer im Haas und Haas am Stephansplatz bei einer Tasse Kakao mit Bananengeschmack über neue kulinarische Genüsse sinnierte. Von der Kombination aus cremigem Kakao und Bananenmark angetan, hatte er den Geistesblitz, dass es doch schön wäre, diesen Geschmack als Riegel mit nach Hause nehmen zu können. Geistig war er schon auf dem Weg zum Patentamt, als die Erkenntnis wie ein Blitz einschlug: Er hatte gerade die Schokobanane erfunden. Nur dummerweise gibt es die schon.

Schade eigentlich. Mit der Idee wäre eine Firmengründung nahe gelegen. Und beim Jungunternehmertag im Austria Center Vienna (9 bis 18 Uhr) hätte man sich dafür wertvolle Tipps holen können. Ein echter Erfinder ist übrigens Carl Djerassi. Von ihm stammt die Idee der Anti-Baby-Pille. Heute spricht er mit Wiens Bürgermeister Michael Häupl im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Was lockt die Forschung?“ im Marx Palast (3., Maria-Jacobi-G. 1; 19 Uhr, Anmeldung unter 01/79701/4400).

Eine bittere Erkenntnis für viele Musikfreunde war, dass es für die Session von Element of Crime im Radiokulturhaus nicht unendlich viele Karten gab. Aber es bleibt ein Trost. Ausschnitte vom Gig der zu Musik gewordenen Herbstdepression sind heute Abend von 19 bis 22 Uhr auf FM4 zu hören. Dazu vielleicht ein Kakao mit . . . ach, vergessen wir das.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 05.10.2005)

Advertisements